Steckbrief: Zwergspitz (Pomeranian)
Der Zwergspitz ist die kleinste Varietät des Deutschen Spitzes. International ist er vor allem als
Pomeranian bekannt und wird heute als wacher, stark menschenbezogener Begleithund gehalten.
- Herkunft: Deutschland (Deutscher Spitz; Name „Pomeranian“ nach Pommern)
- Größe: Weiblich: ca. 18–22 cm, Männlich: ca. 18–22 cm
- Gewicht: etwa 1,8–3,5 kg
- Lebenserwartung: 13–16 Jahre
- Fell: langes, abstehendes Deckhaar mit sehr dichter Unterwolle (Doppelfell)
- Charakter: intelligent, aufmerksam, selbstbewusst, anhänglich

Herkunft und Geschichte
Der Spitz ist eine der ältesten europäischen Hundetypen. Seine Vorfahren waren robuste Hof- und Wachhunde, die Menschen zuverlässig meldeten,
wenn sich etwas näherte. Aus diesen Linien entwickelte sich auch der Deutsche Spitz, zu dem der Zwergspitz gehört.
Der Begriff Pomeranian verweist auf Pommern, eine Region, die historisch mit der Zucht kleinerer Spitzvarianten in Verbindung gebracht wird.
Im 19. Jahrhundert gewann die Rasse in England stark an Popularität, wodurch der heutige Typ bekannter wurde: kompakt, elegant, sehr präsent.
Wichtig ist dabei: Trotz „Toy“-Ruf bleiben Spitzhunde im Kern wachsame, intelligente Begleiter, die Aufgaben brauchen, auch wenn sie klein sind.
Aussehen: Fellwolke mit klaren Linien
Typisch für den Zwergspitz ist das üppige Doppelfell. Die weiche, dichte Unterwolle sorgt für Volumen, das längere Deckhaar steht ab
und formt die bekannte Silhouette. Der Körperbau ist kompakt und gut proportioniert, nicht zerbrechlich.
Der Kopf wirkt keilförmig mit kleinen, aufrecht getragenen Ohren. Die buschige Rute liegt hoch über dem Rücken.
Farblich ist die Bandbreite groß: Orange und Creme sind besonders häufig, aber auch Schwarz, Weiß, Braun, Grau und mehrfarbige Varianten kommen vor.
Für den Alltag wichtiger als die Farbe ist eine gute Fellstruktur und eine gesunde Haut, beides hängt stark von Pflege und Fütterung ab.
Charakter und Wesen: Pompoms sind klug, wachsam, sehr nah am Menschen
Ein Pomeranian ist oft schnell im Kopf. Er verknüpft Situationen, erkennt Muster und merkt sehr genau, was sich lohnt.
Das macht ihn zu einem tollen Trainingspartner, aber auch zu einem Hund, der klare Regeln braucht.
Viele Poms melden Geräusche oder Veränderungen zuverlässig. Das ist kein Fehler, sondern ein altes Wach-Gen.
Entscheidend ist, daraus ein kontrolliertes Verhalten zu formen, statt es versehentlich zu verstärken.
Gleichzeitig ist der Pompom meist eng an seine Bezugsperson gebunden. Er möchte dabei sein, mitdenken, teilhaben.
Wer ihm Aufmerksamkeit, Struktur und kleine Aufgaben schenkt, erlebt einen fröhlichen, stabilen Begleiter.

Erziehung: freundlich, konsequent, kurz und klar
Gerade beim Zwergspitz lohnt sich frühe Erziehung. Nicht, weil er „schwierig“ wäre, sondern weil er so lernfähig ist.
Kurze Einheiten, positives Training und ein ruhiger Ton funktionieren meist sehr gut.
Wichtig ist, Grenzen freundlich, aber eindeutig zu setzen. Wenn ein Pom lernt, dass er mit Bellen jedes Thema selbst regelt,
wird das schnell zur Gewohnheit. Wenn er lernt, dass Ruhe belohnt wird, wird er erstaunlich entspannt.
Sozialisierung ist Gold wert: unterschiedliche Menschen, Geräusche, Untergründe, andere Hunde in passenden Begegnungen.
Ein sicherer Zwergspitz muss nicht „überkompensieren“, er kann gelassen bleiben.
Haltung: passt in die Wohnung, braucht aber Beschäftigung
Der Zwergspitz ist ein typischer Begleithund, der in Stadt und Wohnung sehr gut zurechtkommt.
Entscheidend ist nicht die Quadratmeterzahl, sondern die Qualität des Alltags: Spaziergänge, Spiel, Denkaufgaben,
kleine Rituale und echte Nähe.
Ideal sind mehrere kurze Runden über den Tag verteilt, kombiniert mit Kopfarbeit: Suchspiele, Tricks, kleine Parcours,
„Finde den Snack“ oder Leinenführigkeit als Mini-Training. Viele Pomeranians lieben außerdem Nasenarbeit,
weil sie dabei konzentriert sein dürfen.
Pflege: Fell schön halten ohne Drama
Das Fell sieht aufwendig aus, ist aber mit Routine gut machbar. Zwei- bis dreimal pro Woche bürsten reicht oft,
im Fellwechsel gerne häufiger. Wichtig ist, bis zur Unterwolle zu arbeiten, ohne die Haut zu reizen.
Verfilzungen entstehen besonders hinter den Ohren, an den „Hosen“ und unter dem Geschirr.
Zu häufiges Baden ist nicht nötig. Wenn es sein muss, dann mit mildem Hundeshampoo und gründlichem Trocknen.
Gute Ernährung zeigt sich bei dieser Rasse schnell: glänzendes Fell, weniger Schuppen, stabilere Haut.
Ernährung: was kleine Hunde wirklich brauchen
Kleine Hunde haben oft einen aktiven Stoffwechsel, aber einen kleinen Magen. Das bedeutet:
Die Nahrung sollte nährstoffdicht sein, gut verdaulich und hochwertig zusammengesetzt.
Beim Zwergspitz lohnt es sich besonders, auf klare Rezepturen zu achten, die den Verdauungstrakt nicht unnötig belasten.
Eine getreidefreie Fütterung mit hohem Fleischanteil kann für viele Poms sehr gut passen, gerade wenn sie zu sensibler Verdauung neigen.
Wenn du deinem Hund etwas geben willst, das nicht nur satt macht, sondern auch Fell, Haut und Wohlbefinden unterstützt,
ist Qualität der wichtigste Hebel.
Passende Einstiege findest du hier:
Trockenfutter Hund
Persönlicher Tipp: Für viele Zwergspitze funktionieren zwei bis drei kleinere Mahlzeiten pro Tag besser als eine große.
Achte außerdem auf knusprige, kleine Kroketten oder eine passende Konsistenz im Nassfutter, damit dein Hund entspannt frisst
und nicht „schlingt“. Bei Bedarf kann ein fester Fütterungsrhythmus auch beim Thema Bellen helfen,
weil er dem Alltag mehr Vorhersagbarkeit gibt.
Gesundheit: langlebig, aber auf den Ursprung achten!
Viele Zwergspitze werden alt und bleiben bis ins Seniorenalter aktiv. Trotzdem gibt es rassetypische Punkte,
bei denen du gut hinschauen solltest. Dazu zählen Zahnstein und allgemein die Zahngesundheit (bei kleinen Rassen häufig),
außerdem kann die Kniescheibe (Patella) empfindlich sein.
Ein seriöser Ursprung, regelmäßige Checks beim Tierarzt, Zahnpflege im Alltag und ein gesundes Gewicht sind die beste Vorsorge.
Gerade beim Pom gilt: Extremes „Mini“-Züchten kann Probleme verstärken. Ein stabil gebauter Hund mit guter Atmung und klaren Augen
ist immer die bessere Wahl als ein “reiner Look“. Achtet bitte deshalb auf Seriöse Züchter, um Qualzucht zu vermeiden.

Zu wem passt der Zwergspitz?
Der Pomeranian passt zu Menschen, die Lust auf Nähe, Training im Alltag und klare Routinen haben.
Er eignet sich gut für die Wohnung, für Stadtleben und für Haushalte, in denen der Hund nicht stundenlang allein bleibt.
- Für dich, wenn du einen menschenbezogenen Begleiter suchst, der gerne mitdenkt.
- Für dich, wenn du kurze, regelmäßige Beschäftigung lieber magst als lange Sportprogramme.
- Für dich, wenn du Fellpflege als Ritual sehen kannst, nicht als Last.
- Weniger passend, wenn du einen Hund möchtest, der sehr häufig allein bleibt oder kaum geführt wird.
FAQ: Häufige Fragen zum Zwergspitz (Pomeranian)
Ist Zwergspitz das Gleiche wie Pomeranian?
Ja. Pomeranian ist die international gebräuchliche Bezeichnung. In Deutschland wird er als Zwergspitz
innerhalb des Deutschen Spitzes geführt.
Bellt ein Zwergspitz viel?
Spitzhunde sind wachsam und melden gerne. Ob daraus „viel Bellen“ wird, hängt stark von Erziehung, Auslastung und Alltag ab.
Mit klaren Regeln, Ruhetraining und guter Sozialisierung lässt sich das meist sehr gut steuern.
Wie viel Bewegung braucht ein Pomeranian?
Regelmäßige, eher kürzere Spaziergänge plus Kopfarbeit sind ideal. Der Zwergspitz muss nicht kilometerweit laufen,
möchte aber täglich beschäftigt werden.
Ist der Zwergspitz für Anfänger geeignet?
Viele Einsteiger kommen gut zurecht, wenn sie konsequent bleiben und früh trainieren. Der Pom ist klug,
aber er nutzt auch Inkonsistenz schnell aus. Eine Hundeschule kann besonders am Anfang sehr hilfreich sein.
Welche Ernährung ist für Zwergspitze sinnvoll?
Hochwertige, gut verdauliche Nahrung mit klarer Rezeptur ist entscheidend. Viele Zwergspitze profitieren von
getreidefreien Produkten, die Haut und Fell unterstützen. Wichtig ist eine passende Portionsgröße und ein stabiles Gewicht.
Fazit
Der Zwergspitz ist ein kleiner Spitz mit großem Bedürfnis nach Nähe, Struktur und Sinn im Alltag.
Wer ihn ernst nimmt, freundlich führt und geistig auslastet, bekommt einen treuen, wachen Begleiter,
der lange an deiner Seite bleibt. Mit regelmäßiger Fellpflege und einer hochwertigen, natürlichen Ernährung
legst du die Basis dafür, dass sich dein Pomeranian nicht nur hübsch zeigt, sondern sich auch rundum wohlfühlt.

