Corgi
Inhaltsverzeichnis
- Corgi – ein kleiner Hund, der weiß, was er will
- Steckbrief: Corgi
- Herkunft und Geschichte – warum der Corgi so ist, wie er ist
- Aussehen – mehr Funktion als Optik
- Charakter und Wesen – ein Hund mit eigener Meinung
- Haltung und Erziehung – Klarheit schlägt Härte
- Ernährung – warum beim Corgi Qualität entscheidend ist
- Gesundheit – worauf du achten solltest
- Passt ein Corgi zu dir?
- FAQ zum Corgi
Corgi – ein kleiner Hund, der weiß, was er will
Der Corgi gehört zu den Hunderassen, die man leicht unterschätzt. Kurze Beine, freundlicher Blick, ein bisschen frech, das wirkt auf viele Menschen unkompliziert. Doch wer mit einem Corgi lebt, merkt schnell: Dieser Hund denkt mit. Und zwar ständig.
Der Corgi ist kein Mitläufer und kein Hund, der einfach so “mitzieht“. Er will verstehen, mitentscheiden, eingebunden sein. Genau das macht ihn so besonders und für viele Halter unglaublich bereichernd.
Steckbrief: Corgi
Der Begriff Corgi umfasst zwei eigenständige, aber eng verwandte Rassen: den Welsh Corgi Pembroke und den Welsh Corgi Cardigan. Beide stammen aus Wales und wurden über Jahrhunderte als Arbeitshunde eingesetzt.
- Herkunft: Wales
- Größe: Weiblich: 25–33 cm, Männlich: 25–33 cm
- Gewicht: etwa 10–14 kg
- Lebenserwartung: 12–15 Jahre
- Fell: mittellang, wetterfest, mit dichter Unterwolle
- Charakter: intelligent, aufmerksam, eigenständig, loyal
Herkunft und Geschichte – warum der Corgi so ist, wie er ist

Der Corgi wurde nicht für das Sofa gezüchtet, sondern für die Arbeit mit großen Tieren. In Wales trieb er Rinder über lange Strecken, hielt sie in Bewegung und reagierte blitzschnell auf jede Veränderung.
Seine geringe Körperhöhe war dabei kein Zufall, sondern ein klarer Vorteil: Huftritte gingen über ihn hinweg, während er nah am Tier arbeiten konnte.
Diese Vergangenheit prägt den Corgi bis heute. Er ist aufmerksam, wachsam und erstaunlich mutig.
Er wartet nicht darauf, dass man ihm jeden Schritt erklärt – er beobachtet, bewertet und handelt.
Das kann im Alltag unglaublich praktisch sein, verlangt vom Menschen aber auch Klarheit.
Während der Pembroke durch das britische Königshaus weltbekannt wurde und heute häufiger als Familienhund lebt, gilt der Cardigan als ursprünglicher Typ. Er ist meist etwas kräftiger gebaut und bringt oft noch mehr Ruhe mit. Im Kern aber sind beide echte Arbeitshunde geblieben.
Aussehen – mehr Funktion als Optik
Der Corgi wirkt kompakt und fast ein wenig gedrungen, doch dieser Körperbau ist funktional.
Der lange Rücken, die kräftige Muskulatur und die stabilen kurzen Beine ermöglichen Ausdauer, Wendigkeit und schnelle Richtungswechsel.
Das dichte Doppelfell schützt zuverlässig vor Regen, Wind und Kälte. Wer mit einem Corgi lebt, muss sich jedoch auf regelmäßige Fellpflege einstellen – besonders im Fellwechsel. Das gehört zur Rasse dazu und lässt sich nicht „wegpflegen“.
Charakter und Wesen – ein Hund mit eigener Meinung
Ein Corgi hört zu und er versteht schnell. Die entscheidende Frage ist nur, ob er das Gesagte für sinnvoll hält. Diese Eigenständigkeit wird manchmal als Sturheit missverstanden, ist in Wirklichkeit aber ein Zeichen von Intelligenz und zeigt viele Parallelen zu anderen eigenständigen Rassen wie dem Siberian Husky.
Corgis bauen eine enge Bindung zu ihren Menschen auf. Sie möchten dabei sein, mitmachen, verstehen, was passiert. Gleichzeitig sind sie wachsam und melden Veränderungen sofort. Nicht aus Nervosität, sondern aus Verantwortungsgefühl.
Typisch für viele Corgis ist ein feiner Humor. Sie spielen gern, testen Grenzen aus und genießen Aufmerksamkeit, erwarten aber auch geistige Auslastung. Wer nur körperlich auslastet, bekommt oft einen unausgeglichenen Hund.
Haltung und Erziehung – Klarheit schlägt Härte

Ein Corgi passt durchaus in eine Wohnung, wenn seine Bedürfnisse ernst genommen werden.
Er braucht Bewegung, ja, vor allem aber Struktur, Aufgaben und geistige Beschäftigung.
In der Erziehung reagiert der Corgi sensibel auf Stimmung. Druck oder Härte führen selten zum Ziel.
Klare Regeln, ruhige Konsequenz und nachvollziehbare Abläufe hingegen schaffen Sicherheit.
Wichtig ist, den ausgeprägten Hüteinstinkt früh zu lenken. Fersen-Zwicken oder übermäßiges Kontrollverhalten entstehen nicht aus Ungehorsam, sondern aus fehlender Führung.
Mit Training, Nasenarbeit und gezielten Aufgaben lässt sich das sehr gut in Bahnen lenken.
Ernährung – warum beim Corgi Qualität entscheidend ist
Corgis fressen gern. Und sie sind effizient. Das bedeutet: Übergewicht entsteht schneller, als viele Halter erwarten. Gerade wegen des langen Rückens ist ein gesundes Körpergewicht keine Schönheitsfrage, sondern Gesundheitsvorsorge.
Eine hochwertige, getreidefreie Ernährung mit hohem Fleischanteil unterstützt Muskulatur, Stoffwechsel und Gelenke. Wichtig ist dabei nicht nur die Zusammensetzung, sondern auch die richtige Portionsgröße.
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Gesundheit – worauf du achten solltest
Der Corgi gilt als robuste Rasse, bringt jedoch rassetypische Risiken mit. Besonders relevant sind Rückenprobleme, wenn Gewicht und Bewegung nicht im Gleichgewicht sind.
Regelmäßige, moderate Bewegung, kontrollierte Fütterung und das Vermeiden häufiger Sprünge von Sofa oder Auto tragen viel zur langfristigen Gesundheit bei. Mit zunehmendem Alter kann eine gezielte Unterstützung der Gelenke sinnvoll werden.
Passt ein Corgi zu dir?
Ein Corgi passt zu Menschen, die Freude daran haben, mit ihrem Hund zu arbeiten – nicht im Sinne von Leistung, sondern im Sinne von Zusammenarbeit. Er braucht keinen perfekten Menschen, aber einen, der präsent ist.
Wenn du einen Hund suchst, der Persönlichkeit hat, dich im Alltag begleitet und geistig fordert, kann der Corgi ein außergewöhnlich guter Partner sein.
FAQ zum Corgi
Ist ein Corgi ein Anfängerhund?
Ja, wenn du bereit bist, dich mit Erziehung und Bedürfnissen auseinanderzusetzen.
Er verzeiht Fehler, aber nicht fehlende Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Corgi?
Tägliche Spaziergänge kombiniert mit Denkaufgaben sind ideal. Reine Kilometer reichen ihm meist nicht aus.
Verliert ein Corgi viele Haare?
Ja, besonders im Fellwechsel. Regelmäßiges Bürsten gehört fest zum Alltag.
Kann ein Corgi allein bleiben?
Kurzzeitig ja, wenn er daran gewöhnt wird. Als stark menschenbezogener Hund braucht er jedoch soziale Nähe.
Hundeernährungsexpertin
Kathrin Trušnic ist zertifizierte Hundeernährungsberaterin und leitet bei Irish Pure die individuelle Ernährungsberatung. Mit über zehn Jahren Praxis erstellt sie wissenschaftlich fundierte Futterpläne nach den offiziellen europäischen Ernährungsleitlinien für Heimtiere (FEDIAF) – vom sensiblen Welpen bis zum Senior. Wenn du mehr über Kathrin erfahren möchtest, oder eine individuelle und kostenlose Ernährungsberatung erhalten willst, klicke hier.

