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Siberian Husky

Lesedauer 8 min
Siberian Husky sitzt mit gelber Leine auf einer Wiese und blickt in den Sonnenuntergang.

Der Siberian Husky bringt eine Mischung aus Energie, Freundlichkeit und einem herrlich eigenen Kopf mit.
Viele Halter kennen dieses typische Bild: Ein Hund, der voller Motivation zur Tür rennt und an anderen Tagen sehr überzeugend erklärt, warum Aufstehen heute keine gute Idee ist.
Dieses Verhalten ist kein Launenproblem, sondern ein faszinierendes Stück Rassegeschichte, die wir uns heute einmal genauer anschauen.

Wer einen Husky im Alltag begleitet, erlebt einen Hund, der viel Herz hat, mit großem Feingefühl reagiert und trotzdem gern selbst entscheidet.
Genau diese Mischung aus Teamgeist und unabhängiger Logik macht ihn zu einem außergewöhnlichen Gefährten.

Steckbrief Siberian Husky

  • Herkunft: Tschuktschen, Nordostsibirien
  • Größe: Rüden 53–60 cm, Hündinnen 50–56 cm
  • Gewicht: 16–27 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Fell: Doppelt, dicht, wetterfest
  • Farben: vielfältig, oft mit Maske
  • Augen: braun, blau oder zweifarbig
  • Wesen: freundlich, eigenständig, sportlich, sozial
  • Typisch Husky: Bewegungsdrang, Kommunikationsfreude, klarer eigener Kopf

Herkunft & Geschichte – vom arktischen Arbeitspartner zum weltbekannten Schlittenhund

Mehrere Siberian Huskys ziehen ein Hundeschlitten-Gespann durch verschneiten Wald.

Der Siberian Husky gehört zu den ältesten Arbeitshunden der Welt. Seine Wurzeln liegen bei den Tschuktschen, einem indigenen Volk im Nordosten Sibiriens.
Dort waren Hunde keine Haustiere im modernen Sinne, sie waren ein essenzieller Teil des Überlebens.

Ein Hund, der Familien verband

Die Tschuktschen züchteten gezielt Hunde, die:

  • weite Strecken bei eisigen Temperaturen laufen konnten,
  • sehr wenig Energie verbrauchten,
  • sozial und friedlich im Familienverband lebten,
  • selbstständig Gefahren wie dünnes Eis einschätzten,
  • ausdauernd und gleichzeitig freundlich zu Kindern waren.

Diese Balance aus Ausdauer, Intelligenz und Sanftmut ist noch heute in jedem Husky spürbar.

Der Weg nach Alaska & der Serum Run to Nome

Um 1900 gelangte die Rasse nach Nordamerika. Schnell wurden die Huskys zu Favoriten im Schlittenhundesport. Weltberühmt wurden sie 1925 durch den historischen Serum Run to Nome, bei dem Schlittenhundeteams unter extremsten Bedingungen ein lebenswichtiges Diphtherie-Serum in die abgelegene Stadt Nome transportierten.

Die Leithunde Togo und Balto wurden zu Legenden. Ein Symbol für Mut, Ausdauer und unerschütterliche Teamarbeit, denen auch ein Denkmal im New Yorker Central Park gewidmet wurde.

Vom Arbeitshund zum Familienhund

Auch wenn Schneemobile heute viele seiner früheren Aufgaben übernehmen, bleibt der Husky ein Hund, der seine ursprüngliche Rolle nie ganz abgelegt hat: sozial, ausdauernd, eigenständig und mit einer ganz eigenen Form von Humor.

Charakter – freundlich, sozial und erfrischend eigen

Huskys gelten als äußerst soziale Hunde, die selten aggressiv reagieren. Sie mögen Menschen, sind überwiegend freundlich zu Artgenossen und zeigen ein feines Gespür für Stimmungen. Gleichzeitig haben sie einen klaren eigenen Kopf: Sie kooperieren gern, aber nicht ohne Sinn und Logik. Wer sich einen Husky ins Haus holt, kann sich auch auf lautstarke Diskussionen einstellen, so wird vieles durch Jaulen und Heulen kommentiert, was einem fast das Gefühl gibt, mit seinem Hund sprechen zu können.

Sozialverhalten – Harmonie statt Härte

Huskys sind Rudeltiere. Sie kommunizieren leise und effektiv, sind konfliktarm und leben gern in sozialen Gruppen. Das macht sie zu angenehmen Familienhunden, die meist freundlich, sanft und verspielt auftreten.

Wanderer umarmt einen Siberian Husky mit blauen Augen auf einer Bergwiese.

Haltung – Bewegung, Struktur und Alltag mit Rhythmus

Ein Husky braucht Bewegung, aber keine chaotische Action. Er liebt gleichmäßige Ausdaueraktivitäten:

  • lange Spaziergänge
  • Wandern
  • Laufen bei kühlen Temperaturen
  • Canicross, Bikejöring, Dogscooter

Klima

Huskys sind sehr hitzeempfindlich. Aktivitäten sollten im Sommer auf Morgen- und Abendstunden gelegt werden. Wichtig ist, den Hund zu lesen und ihm die ein oder andere Abkühlung im See zu ermöglichen.

Wohnung oder Haus?

Beides ist möglich. Entscheidend ist die tägliche Auslastung.

Aussehen – funktionale Eleganz

Nahaufnahme eines Siberian Huskys mit Schneeflocken im Fell vor winterlicher Kulisse.
Unsere Husky-Dame Akila aus dem Irish Pure Team beim winterlichen Spaziergang

Der Husky ist ein harmonischer, athletischer Hund mit klaren Linien. Sein Körperbau ist darauf ausgelegt, lange Strecken effizient zu laufen. Das dichte Doppelhaar schützt vor Kälte und isoliert gleichzeitig gegen Hitze. Charakteristisch sind die lebhaften Augen und die typischen Maskenzeichnungen.

Fell & Pflege – zwei Mal im Jahr flauschiges Chaos

Die dichte Unterwolle wird während des Fellwechsels massiv abgeworfen. Regelmäßiges Bürsten erleichtert die Pflege enorm. Scheren ist aufgrund der temperaturregulierenden Funktion des Fells nicht erlaubt.

Warum Huskys manchmal ihren eigenen Kopf haben – kurz erklärt

Huskys wirken oft stur, sind aber eigentlich hochlogische Tiere.
In der Arktis wäre blindes Befolgen von Befehlen gefährlich gewesen. Huskys wurden darauf gezüchtet, selbstständig zu beurteilen, ob eine Situation sicher ist und mit ihren Instinkten auch den Menschen zu schützen, sei es die zu dünne Eisdecke, eine gefährliche Wetterfront oder andere gefährliche Situationen.

Schlammiger Siberian Husky mit Geschirr steht auf einem Waldweg und blickt freudig nach oben.
Husky Akila, wenn die Pfütze spannender war, als Frauchens Rückruf.

Soziale Logik

Huskys verschwenden keine Energie für Aufgaben, die sie als unnötig empfinden. Sie handeln effizient, nicht trotzig.

Kognitive Besonderheit

Sie denken kontextbezogen, nicht mechanisch. Wenn etwas keinen Sinn für sie ergibt, wird es höflich und oft sehr konsequent ignoriert.
Problematisch kann das beim Training und Rückruf werden, wenn alles und jeder interessanter ist, als Frauchens oder Herrchens Versuch über Lautstarkes “HIER” den Hund zu sich zu rufen.

Training bedeutet Zusammenarbeit

  • kurze Einheiten
  • Training in Bewegung
  • klare, ruhige Signale
  • abwechslungsreiche, logische Aufgaben

Strenge, monotone Übungen oder lautes Rufen funktionieren dagegen kaum.

Huskys lernen gut, solange Training fair, abwechslungsreich und sinnvoll bleibt. Im Trab, also in Bewegung, zeigen viele Huskys ihre höchsten Kooperationswerte.

Ernährung – hochwertige Energie und ausgewogene Nährstoffe

  • hoher Fleischanteil
  • getreidefreie Rezepturen
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Zink & Vitamin E
  • angepasster Fettanteil je nach Aktivität

Warum Irish Pure ideal passt

Trockenfutter von Irish Pure vereint natürliche, gut verdauliche Zutaten mit hochwertigem Protein aus irischem Weiderind und Freilandhuhn. Perfekt für aktive Hunde mit sensibler Verdauung.

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Gesundheit – robust, aber mit klaren Schwerpunkten

  • Augenprobleme (PRA, Katarakt)
  • Hitzeempfindlichkeit
  • zinkbedingte Hautprobleme
  • seltene Hüftgelenksdysplasie, eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der der Oberschenkelkopf nicht perfekt in der Gelenkpfanne sitzt. Das kann später zu Schmerzen, Arthrose und Bewegungseinschränkungen führen.
  • sensibler Verdauungstrakt

Für wen eignet sich der Siberian Husky?

Gut geeignet für Menschen, die …

  • gern draußen sind
  • Humor haben
  • klare Strukturen bieten
  • Bewegung lieben

Weniger geeignet für Menschen, die …

  • kaum Zeit haben
  • stets Gehorsam erwarten
  • einen Wachhund suchen

FAQ – häufige Fragen

Sind Huskys stur?

Sie wirken so – in Wahrheit denken sie mit.

Können Huskys in der Wohnung leben?

Ja, wenn sie ausreichend Bewegung bekommen.

Haart ein Husky viel?

Während des Fellwechsels extrem.

Können Huskys frei laufen?

Möglich, aber stark trainingsabhängig.

Sind Huskys für Anfänger geeignet?

Für gut vorbereitete Anfänger: ja.

Autor Kathrin Trusic
Kathrin Trušnic

Hundeernährungsexpertin

Kathrin Trušnic ist zertifizierte Hundeernährungsberaterin und leitet bei Irish Pure die individuelle Ernährungsberatung. Mit über zehn Jahren Praxis erstellt sie wissenschaftlich fundierte Futterpläne nach den offiziellen europäischen Ernährungsleitlinien für Heimtiere (FEDIAF) – vom sensiblen Welpen bis zum Senior. Wenn du mehr über Kathrin erfahren möchtest, oder eine individuelle und kostenlose Ernährungsberatung erhalten willst, klicke hier.

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