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Hitzschlag beim Hund: Besser vorbeugen

Heiße Sommertage machen nicht nur älteren Hunden das Leben schwer. Wir verraten euch, worauf man in der heißen Jahreszeit besonders achten sollte.

Die meisten Hunde vertragen hohe Temperaturen eher schlecht. „Hunde können nicht wie wir Menschen schwitzen, der einzige Wärmeaustausch findet über die Atmung statt, deswegen hecheln sie so stark“, erklärt Tiernotarzt Florian Reichert.

Alle Situationen, in denen ein Hund also zu überhitzen droht, sollten vermieden werden. Verlege lange Spaziergänge im Hochsommer lieber in die Morgen- oder Abendstunden. Besser noch: Gehe bevorzugt in der Nähe eines Gewässers spazieren. Dort kann sich dein Vierbeiner immer mal wieder abkühlen. Wälder bieten generell ein etwas milderes Klima und Schatten.

Eine unterschätzte Gefahr – der Hund im geparkten Auto

Besonders gefährlich ist es, sein Tier im geparkten Auto zurückzulassen. Auch wenn dir die Außentemperatur nicht besonders hoch erscheint: Eine direkte Sonneneinstrahlung verwandelt den Autoinnenraum in kürzester Zeit in den reinsten Backofen.

Mit deinem Hund an Bord solltest du deswegen immer im Schatten parken. Wenn der Vierbeiner für ein paar Minuten allein im Wagen bleibt, solltest du wenigstens die Fenster ein wenig runterkurbeln. Und biete ihm immer Wasser an.

Du wolltest nur fünf Minuten weg, um etwas zu erledigen? Denke daran, dass daraus ungeplant schnell eine halbe Stunde werden kann – eine oftmals unterschätzte Gefahr. In dieser Zeit kann der Sonnenstand plötzlich wechseln und das vermeintliche Schattenplätzchen wird zum tödlichen Platz an der Sonne – ohne rettenden Fluchtweg für Ihren treuen Begleiter. Am besten vermeidest du Situationen, in denen dein Vierbeiner allein im Auto ist.


Verreisen mit dem Hund im Auto 

Wenn du mit deinem Hund in den Sommerurlaub fährst, dann solltest du deine Fahrt nicht unbedingt in die Mittagshitze verlegen. Auch eine Klimaanlage schützt das Tier nicht vor Überhitzung. Im hinteren Teil des Autos wirkt sie häufig nur schwach.  Gönn dir und deinem Hund viele Pausen, gib ihm ausreichend zu trinken – und behalte ihn stets im Auge.

Wie erkennt man einen Hitzschlag? Wie hilft man seinem Hund?

Florian Reichert fasst die wichtigsten Erkennungsmerkmale zusammen: „Wenn klar ist, dass der Hund in den letzten Stunden der Sonne oder hohen Temperaturen stark ausgeliefert war, er zudem intensiv hechelt oder apathisch wirkt und eine erhöhte Körpertemperatur hat – dann besteht Verdacht auf einen Hitzschlag.“  Eine erhöhte Temperatur lässt sich auch ohne Thermometer schnell feststellen, beispielsweise an zu heißen Ohren oder an überhitzter Mundschleimhaut. Als Hundehalter kannst du das selbst mit einem Griff hinter die Lefzen überprüfen.

Falls der schlimmste Fall dann doch eintreten sollte und dein Hund einen Hitzschlag erleidet, solltest du dich vor übereilter Runterkühlung deines Vierbeiners hüten. „Es ist wichtig, dass man den Hund langsam herunterkühlt. Man sollte ihm auf jeden Fall zu Trinken anbieten, mit etwas Wasser vorsichtig abkühlen oder mit feuchten Handtüchern abdecken und dann auf jeden Fall zum nächsten Tierarzt gehen“, so Florian Reichert.


Hier die Tipps im Überblick:

  • Lass deinen Hund gar nicht erst allein im geparkten Auto zurück
  • Biete ihm immer ausreichend zu Trinken an
  • Streng ihn über die Mittagszeit nicht so sehr an, verleg Spaziergänge in die weniger heißen Stunden des Tages
  • Kühle deinen Hund bei einem Hitzschlag langsam herunter, z. B. mit etwas Wasser oder bedecke ihn mit feuchten Handtüchern
  • Gehe bei Verdacht auf Hitzschlag sofort zum Tierarzt
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