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Mein Hund ist zu dick? Was nun?

Dich Hund

Woran erkenne ich, dass mein Hund zu dick ist?

Wenn Sie befürchten, dass Ihr Hund zu dick ist, können Sie zwei Faustregeln anwenden, um das Gewicht zu überprüfen. Dazu müssen Sie keinen Body Mass Index berechnen.
Wenn Sie mit Ihrer Hand über den Bauch des Hundes streichen, sollten Sie durch das Fell leicht die Rippen spüren können. Spüren Sie sie nicht, dann hat ihr Vierbeiner wahrhaftig zu viel auf den Rippen.

Außerdem können Sie Ihren Hund von oben betrachtet und seine Taille in Augenschein nehmen. Ist Ihr Hund von den Rippen abwärts nicht schlanker, als um die Brust, dann ist er übergewichtig.

Natürlich könnten Sie Ihren Hund einfach wiegen, aber dabei dürfen Sie nicht vergessen, dass Muskeln schwerer sind als Fett. Das reine Gewicht sagt deshalb leider nicht viel über Übergewicht aus.

Warum ist mein Hund zu dick?

Es gibt verschiedene Gründe für Übergewicht bei Hunden. Oft liegt es aber daran, was der Hund isst und wie viel. Einige Futter haben eine hohe Energiedichte und enthalten kaum Wasser. Das bedeutet, dass sie einen ziemlich hohen Kaloriengehalt haben. Wenn von solchem Futter zu viel verfüttert wird, kann es schnell zu Übergewicht kommen. Generell ist es von Vorteil, wenn Sie Ihren Hund mit Hundefutter mit hohem Fleischanteil (ohne Getreide) füttern.

Einige Trockenfutter und Leckerli enthalten zudem auch viel Zucker, der für Hunde aber keine besondere Relevanz hat. Es sind sozusagen leere Kalorien, da er keine wichtigen Aminosäuren oder Vitamine liefert und Glucose vom Hund selbst produziert werden kann.
Fette klingen im ersten Moment gefährlich für Ihren Hund, sind sie aber in der richtigen Dosis nicht. Unser Futter hat einen guten Ausgleich zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.
Auch wenn Ihr Hund kein Vegetarier ist, sollte er auf pflanzliche Fette nicht verzichten. Deshalb sind in unserem Futter bis zu 30% Gemüse. Diese pflanzlichen Nährstoffe sind wichtig, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Trotzdem ist das Fleisch natürlich wichtig. Eine rein vegane Ernährung ist für Ihren Hund nicht empfehlenswert.

Ein weiterer Grund ist oft die mangelnde Zeit. Gerade wenn Sie viel arbeiten oder unterwegs sind, bleibt ihr Vierbeiner manchmal auf der Strecke und bekommt nicht die Bewegung, die er braucht. Versuchen Sie dennoch, sich wenigstens einen Tag pro Woche richtig viel Zeit für Ihren Hund zu nehmen.

Auch der Stoffwechsel ändert sich über die Jahre bei Hunden. Im Alter oder nach einer Kastration verlangsamt der Stoffwechsel und Ihr Hund braucht weniger Futter.

Krankheiten, wie eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine Nebennierenüberfunktionen, können auch der Grund für Übergewicht sein. Deshalb ist es wichtig, Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten, um eine Krankheit als Ursache für Übergewicht auszuschließen oder entsprechend zu behandeln.

Wie oft sollte mein Hund fressen?

Hier ist es ähnlich wie bei uns: Zwei bis drei kleine Portionen sind besser als eine große. Auch in Sachen Leckerlis verhält sich wie bei uns wie mit Süßigkeiten. Die Leckerlis sollten nur ein Zehntel des täglichen Tagesbedarfs an Energie abdecken. Wenn man sich daran hält, können Speckröllchen gar nicht erst entstehen. Ein spezielles Diätfutter für Hunde, Low Carb oder Low Fat – Diäten, brauchen Sie nicht. Achten Sie einfach auf die bereits genannten Inhaltsstoffe.
Eine nicht so geheime Geheimzutat, mit der wir unser Futter verfeinern, ist die Kelp-Alge. Sie enthält reichlich Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und regt nicht nur die Verdauung Ihres Vierbeiners an, sondern hilft gleichzeitig dabei, das Gewicht zu reduzieren. Auch unsere Kauknochen bieten nicht nur eine lange Beschäftigung: Die Fleischreste sind wichtige Lieferanten für Nährstoffe wie Eisen, Fette und Mineralien.

Welche Krankheiten können durch Übergewicht entstehen?

Das Übergewicht des Hundes schlägt auch auf seine Gesundheit. Kräftige Vierbeiner leiden häufig an Gelenkverschleiß, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegsstörungen und an Zuckerkrankheit. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie Ihren Hund mit einer gesunden Ernährung unterstützen.

Wie kann ich meinen Hund wieder abspecken?

Schlank im Schlaf gibt es leider auch bei Hunden nicht. Übergewichtige Hunde sind meistens sehr träge und faul, denn mit dem zusätzlichen Gewicht fällt die Bewegung schwer. Er atmet angestrengt, hechelt mehr als gewöhnlich und legt schnell Pausen ein.

Deshalb ist es wichtig, am Anfang nur leichte und schonende Übungen mit seinem Hund zu machen, um ihn nicht zu überanstrengen.

Anfangs können Sie kleine Hölzer oder Stöcker mit einem großen Abstand aufstellen, über die Ihr Hund dann schreitet, ohne dass er springen muss. Sprünge sollten bei zu hohem Übergewicht vermieden werden, weil Knochen, Gelenke, Sehnen und Co. dabei sehr beansprucht werden und es zu Verletzungen kommen kann.

Ihre Gassi Runde können Sie auch mit kleinen Spielen aufpeppen, die beim Abnehmen helfen können. Dabei sollten Sie Ihr kleines Sportprogramm der Ausdauer Ihres Hundes anpassen und es nicht bei großer Hitze durchführen. Beispielsweise könnte Ihr Hund unter einer Parkbank durchrobben oder Slalom zwischen Bäumen oder ähnlichen Hindernissen laufen.

Wie belohne ich meinen kräftigen Hund am besten?

Ihr Hund hat alle Aufgaben perfekt erfüllt und gemeistert? Dann wäre es doch Zeit für eine Belohnung, oder? Ja, aber nicht in Form von Hundesnacks oder Futter. Das wäre der falsche Ansatz und hilft nicht beim Abspecken. Als Belohnung könnten Sie spielen. Gut eignen sich hier Ballspiele. Wenn Ihr Hund brav war, darf er den Ball apportieren. Hier geht es nicht um schnelle Sprints oder dass Sie den Ball besonders weit werfen. Sie können ihn ruhig rollen lassen und Ihr Hund holt ihn gemächlich ab. Hauptsache, er bewegt sich und nascht nicht.

Wenn Sie den Kulleraugen Ihres Hundes gar nicht wiederstehen können und ihm gerne etwas zu fressen geben möchten, können Sie das tun. Aber Sie sollten es dann auch von seiner täglichen Futterration abziehen.

Ernährung Gesundheit Pflege

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