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Krallenbettentzündung beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

Lesedauer 8 min
Krallenbettentzündung beim Hund

Eine Krallenbettentzündung beim Hund, auch als Paronychie bekannt, ist eine häufige und oft schmerzhafte Erkrankung, die nicht unbeachtet bleiben sollte. Diese Entzündung kann sowohl das Wohlbefinden als auch die Mobilität deines Hundes stark beeinträchtigen. In diesem umfassenden Beitrag erfährst du alles über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung sowie wichtige Präventionstipps.

Ursachen einer Krallenbettentzündung

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Entzündung des Krallenbetts führen können:

  • Verletzungen: Verletzungen sind eine der häufigsten Ursachen. Kleine Schnitte oder Risse an der Kralle oder dem umliegenden Gewebe können leicht infiziert werden, besonders wenn sie nicht sofort bemerkt und behandelt werden. Solche Verletzungen können durch scharfe Gegenstände, raue Oberflächen oder sogar durch zu langes Krallenwachstum verursacht werden. Beim Laufen auf unebenen oder harten Oberflächen kann es passieren, dass die Kralle zu stark belastet wird und einreißt.
  • Fremdkörper: Fremdkörper wie Splitter, Kieselsteine oder andere kleine Partikel können in die Haut rund um die Kralle eindringen und eine Entzündung verursachen. Diese Fremdkörper können sich während eines Spaziergangs in der Natur, auf Kieswegen oder im Garten leicht einschleichen.
  • Infektionen: Bakterielle oder Pilzinfektionen können ebenfalls zu Entzündungen führen. Verletzungen und Fremdkörper eröffnen Türen für Krankheitserreger, die schnell in das Gewebe eindringen und sich vermehren können. Häufig sind Staphylokokken-Bakterien für solche Infektionen verantwortlich.
  • Allergien: Einige Hunde reagieren allergisch auf bestimmte Stoffe, die Entzündungen auslösen können. Allergien können durch chemische Substanzen im Haushalt, bestimmte Futtermittel oder auch durch Umweltfaktoren wie Pollen oder Gras hervorgerufen werden.
  • Immunschwäche: Hunde mit einem geschwächten Immunsystem haben ein höheres Risiko, an Krallenbettentzündungen zu erkranken. Ein geschwächtes Immunsystem kann durch chronische Krankheiten, Stress oder Mangelernährung verursacht werden.

Symptome erkennen 

Es ist wichtig, die Symptome einer Krallenbettentzündung frühzeitig zu erkennen, um schnell handeln zu können:

  • Rötung und Schwellung: Die Haut um die Kralle herum ist gerötet und geschwollen. Dies ist ein typisches Zeichen für eine Entzündung, da der Körper versucht, sich gegen schädliche Einflüsse zur Wehr zu setzen.
  • Eitriger Ausfluss: Bei einer bakteriellen Infektion kann aus der betroffenen Stelle Eiter austreten. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Bakterien im Gewebe angesiedelt haben.
  • Übermäßiges Lecken oder Beißen: Hunde neigen dazu, an der schmerzhaften oder juckenden Stelle zu lecken oder zu beißen. Dies ist oft ein selbstheilender Reflex, der jedoch die Situation verschlimmern kann, da durch das Lecken weitere Bakterien in die Wunde gelangen können.
  • Lahmheit oder Schonhaltung der Pfote: Dein Hund könnte anfangen zu humpeln oder seine Pfote zu schonen. Dies ist oft ein Zeichen für Schmerz und Unbehagen.
  • Veränderungen im Verhalten: Ein betroffener Hund könnte sich vermehrt zurückziehen, weniger aktiv sein oder sogar aggressive Verhaltensweisen zeigen, wenn die entzündete Stelle berührt wird.

Behandlung und Vorsorge 

Eine rechtzeitige und angemessene Behandlung ist entscheidend, um Schmerzen und Komplikationen zu vermeiden. Hier sind einige Schritte, die du unternehmen kannst:

  1. Hygiene: Halte die Pfoten deines Hundes sauber und trocken. Nach Spaziergängen in nassen oder schlammigen Gebieten solltest du die Pfoten gründlich reinigen und trocknen, um das Eindringen von Schmutz und Keimen zu verhindern.
  2. Desinfektion: Reinige die betroffene Stelle vorsichtig mit einem geeigneten Desinfektionsmittel. Hierbei ist es wichtig, Produkte zu verwenden, die für Tiere geeignet und nicht reizend sind. Desinfektionsmittel auf Basis von Chlorhexidin sind oft eine gute Wahl.
  3. Fremdkörper entfernen: Überprüfe die Pfoten deines Hundes regelmäßig auf Fremdkörper und entferne diese vorsichtig. Bei tiefsitzenden Fremdkörpern oder wenn du unsicher bist, wie du sie entfernen sollst, ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen.
  4. Antibiotika: Bei bakteriellen Infektionen kann der Tierarzt Antibiotika verschreiben. Es ist wichtig, die gesamte Antibiotikakur wie vom Tierarzt verordnet durchzuführen, auch wenn die Symptome vorher verschwinden, um Rückfälle zu vermeiden.
  5. Schmerzmittel: Bei starken Schmerzen kann der Tierarzt Schmerzmittel verschreiben, um deinem Hund Linderung zu verschaffen und es ihm zu erleichtern, seine normale Aktivität wieder aufzunehmen.
  6. Schutz der Pfote: In einigen Fällen kann es hilfreich sein, die Pfote mit einem Verband oder einer speziellen Schutzsocke zu versehen, um sie vor weiterer Verletzung zu schützen und dem Hund zu helfen, die Heilungszeit besser zu überstehen.
  7. Ernährung und Immunsystem stärken: Eine ausgewogene Ernährung kann das Immunsystem deines Hundes stärken und ihn widerstandsfähiger gegen Infektionen machen. Hochwertiges Futter, das alle notwendigen Nährstoffe enthält, sowie gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel, können hierbei unterstützend wirken.
  8. Regelmäßige Kontrolle: Untersuche regelmäßig die Pfoten deines Hundes, vor allem nach Spaziergängen. Frühzeitige Erkennung von Problemen kann verhindern, dass kleine Verletzungen sich zu ernsthaften Entzündungen entwickeln.

Präventionstipps 

Prävention ist der beste Weg, um Krallenbettentzündungen zu verhindern:

  • Pflege der Krallen: Halte die Krallen deines Hundes stets auf einer angemessenen Länge. Zu lange Krallen können schneller einreißen oder brechen.
  • Sichere Umgebung: Versuche, deinem Hund eine sichere Umgebung zu bieten, in der die Verletzungsgefahr minimal ist. Achte besonders auf scharfe Gegenstände oder raue Oberflächen in deinem Zuhause und Garten.
  • Geeignetes Schuhwerk: Für Hunde, die viel auf harten oder rauen Oberflächen laufen, können spezielle Hundeschuhe zusätzlichen Schutz bieten.

Wann sollte man den Tierarzt aufsuchen? 

Wenn du bemerkst, dass sich die Symptome trotz deiner Bemühungen verschlimmern oder nach wenigen Tagen keine Besserung eintritt, ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen. Auch wenn dein Hund starke Schmerzen hat, sollte ein Tierarztbesuch nicht aufgeschoben werden. Der Tierarzt kann eine professionelle Diagnose stellen und eine angepasste Behandlung einleiten.

Fazit 

Eine Krallenbettentzündung beim Hund ist ernst zu nehmen und sollte schnell behandelt werden. Durch regelmäßige Kontrolle und Pflege der Pfoten kannst du dafür sorgen, dass dein Hund gesund und glücklich bleibt. Es ist wichtig, Symptome frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Bei Unsicherheiten oder schwerwiegenden Symptomen ist der Besuch beim Tierarzt unerlässlich, um eine professionelle Behandlung sicherzustellen.

Indem du die Pfoten deines Hundes sauber hältst, regelmäßig kontrollierst und bei Bedarf rechtzeitig einen Tierarzt aufsuchst, kannst du das Risiko einer Krallenbettentzündung erheblich verringern. Dein Hund wird es dir mit Gesundheit und Freude danken.

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