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Welpen stubenrein bekommen: Trainingsplan und Nacht-Tipps

Mehr zum Thema Erziehung findest du hier.

Lesedauer 24 min
Welpen stubenrein bekommen

Die meisten Welpen sind nicht „schwer stubenrein zu bekommen“. Sie sind schlicht zu jung können ihre Blase körperlich noch gar nicht halten. Das klingt unspektakulär, ändert aber alles. Wer das versteht, hört auf zu schimpfen, fängt an zu beobachten und kommt deutlich schneller ans Ziel. In diesem Artikel schauen wir uns ganz genau an, wie wir den kleinen Racker so schnell wie möglich stubenrein bekommen. Davor das Wichtigste auf einen Blick.

Schnell-Fakten: Welpe stubenrein bekommen

  • Volle Blasenkontrolle: körperlich erst ab der 14. bis 16. Lebenswoche
  • Komplett stubenrein: meist mit 4 bis 6 Monaten, einzelne Hunde brauchen bis zu einem Jahr
  • Tagsüber raus (8 bis 12 Wochen): alle 1,5 bis 2 Stunden plus nach jedem Auslöser
  • Tagsüber raus (3 bis 6 Monate): alle 3 bis 4 Stunden
  • Nachts raus (8 bis 12 Wochen): ein- bis zweimal, manche Welpen auch öfter
  • Nachts raus (ab 12 bis 14 Wochen): oft schon 4 bis 5 Stunden Schlaf am Stück
  • Trainingsstart: ab Tag eins im neuen Zuhause
  • Wichtigste Auslöser: nach Schlafen, nach Fressen, nach Trinken, nach Spielen
  • Was nichts bringt: Schimpfen, Nase reindrücken, nachträgliches Strafen
  • Was hilft: Beobachten, Routine, Geduld, ein guter Magen-Darm-Trakt

Der 7-Tage-Schnellstart-Plan: So bekommst du deinen Welpen schnell stubenrein

Wer es schnell hinbekommen will, muss es früh richtig anfangen. Die ersten sieben Tage nach erhalt deines Welpens sind die wichtigsten, weil sich in dieser Zeit entscheidet, ob dein Welpe lernt „drinnen ist tabu, draußen ist die Toilette“. Ein klarer Plan ersetzt Improvisation. Improvisation zieht das Training in vielen Haushalten unnötig in die Länge.

Plane die erste Woche bewusst. Wenn möglich, nimm dir Urlaub oder lege den Einzug auf ein langes Wochenende. Du wirst in dieser Zeit kaum aus dem Haus kommen und nicht durchschlafen. Das ist eine Investition, die sich auszahlt.

Tag 1: Ankommen und Lösplatz festlegen

Bevor dein Welpe die Wohnung betritt, gehst du mit ihm zum vorgesehenen Lösplatz. Wiese, Waldboden oder Erde, möglichst ruhig und nah am Haus. Kein Asphalt, kein Schotter. Welpen merken sich Untergründe schnell. Wer in den ersten Wochen nur auf Pflaster geht, erzieht sich später einen Asphaltpinkler. Lass ihn am Lösplatz schnüffeln und sich entspannen. Viele Welpen lösen sich nach der Autofahrt sofort. Wenn ja: leise loben, weitergehen. Nicht überschwänglich, sonst unterbrichst du ihn beim nächsten Mal, weil er die Party erwartet.

In der Wohnung gilt von Sekunde eins: Bewegungsradius begrenzen, Welpe immer im Blick. Ein Raum reicht, idealerweise mit Hartboden. Spielzeit kurz, Erholungspausen oft. Alle 45 bis 60 Minuten raustragen, dazu nach jedem Aufwachen, jedem Trinken, jedem Fressen, jedem Spiel. In den ersten 24 Stunden lieber zu oft als zu selten. Vor dem Schlafengehen letzte ruhige Runde.

Nachts: Welpe schläft neben deinem Bett, in Box oder Körbchen. Wecker auf alle zwei bis drei Stunden. Beim Fiepen sofort hochnehmen, rausgehen, keine Unterhaltung, zurück ins Bett.

Tag 2 bis 3: Routine festziehen und Signalwort etablieren

Jetzt geht es um Wiederholung. Dieselben Zeiten, derselbe Lösplatz, dieselbe Reihenfolge. Welpen lernen über Vorhersehbarkeit, nicht über Überraschungen.

Führe ein Signalwort ein. Wähle einen kurzen, immer gleichen Begriff wie „mach Pipi“ oder „lös dich“. Sag das Wort genau dann, wenn dein Welpe sich gerade löst, nicht vorher. Nach ein paar Tagen verknüpft er das Wort mit dem Vorgang. Später hilft dir das, wenn du auf einem Spaziergang oder vor einer langen Autofahrt aktiv ein Geschäft „anbieten“ willst.

Tagsüber alle 90 bis 120 Minuten raus, plus nach jedem Auslöser. Nachts oft noch zwei Runden, bei den Kleinsten drei. Wenn dein Welpe einen Lösplatz im Garten hat, immer denselben Weg dorthin gehen. Wenn ihr Mietwohnung habt: immer dieselbe Treppe, dieselbe Tür, dieselbe Wiese.

Tag 4 bis 7: Signale lesen lernen und Reaktionszeit unter 30 Sekunden bringen

Bis hierher warst du proaktiv, jetzt wirst du reaktiv schneller. Beobachte deinen Welpen wie ein Falke. Schnüffeln in engen Kreisen, plötzliches Verlassen des Spielmodus, kurzes Stehenbleiben mit gesenktem Kopf: alles Vorboten. Reagiere innerhalb von 30 Sekunden, nicht später. Wer „noch eben aufstehen“ denkt, ist zu spät.

Die ersten Erfolge kommen jetzt häufig. Dein Welpe schafft es vielleicht, zwei Stunden ohne Pipi zu spielen. Lass dich davon nicht verleiten, die Routine zu lockern. Drei gute Tage sind drei gute Tage, kein Beweis für Stubenreinheit.

Wenn du eine Hundebox einsetzt, ist jetzt der Zeitpunkt, sie sanft zu etablieren. Erst kurze Phasen mit offener Tür, dann mit geschlossener, immer positiv verknüpft. Nachts kann sie ab Ende der ersten Woche oft schon helfen, längere Phasen am Stück zu schlafen, weil Welpen ihren Schlafplatz nicht beschmutzen wollen.

Woche 2: Konsequent bleiben, Erfolge nicht überschätzen

Wenn du Glück hast und dein Welpe gut entwickelt ist, meldet er sich jetzt erste Male selbst. Vielleicht ein leises Fiepen an der Tür, ein direkter Blick zu dir, ein Gang zum Ausgang. Das ist der Moment, wo viele Halter den Fehler machen, das Training „fertig“ zu rechnen. Ist es nicht.

Halte die Intervalle dieser Woche stabil: alle zwei Stunden plus Auslöser. Nachts oft noch eine Runde, einige Welpen schaffen aber schon vier bis fünf Stunden am Stück. Das Signalwort sitzt jetzt meist, der Lösplatz ist verlässlich. Erweitere den Bewegungsradius in der Wohnung erst leicht: ein zweiter Raum, immer in deiner Begleitung.

Woche 3 bis 4: Intervalle vorsichtig verlängern

Jetzt darfst du ein bisschen lockerlassen, aber kontrolliert. Tagsüber von zwei auf zweieinhalb Stunden gehen, später auf drei. Wenn die Unfälle wieder zunehmen, sofort zurück auf die alte Frequenz. Stubenreinheit verläuft selten linear. Ein Rückschritt ist kein Drama, sondern Information.

Nachts sollten viele Welpen in dieser Phase durchschlafen oder nur noch einmal raus müssen. Du kannst das Wasser etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen leicht reduzieren, aber nie komplett wegnehmen.

Mit Beginn der fünften Woche, also etwa ab der 13. Lebenswoche bei einem Welpen, der mit acht Wochen eingezogen ist, sollte das System stabil laufen. Volle Stubenreinheit ist es noch nicht, denn die körperliche Blasenkontrolle reift erst zwischen der 14. und 16. Woche endgültig aus. Aber der Großteil der Arbeit ist getan.

Was den Plan beschleunigt

Drei Dinge entscheiden, ob du mit diesem Plan in vier Wochen oder in zwölf am Ziel bist. Erstens: Konsequenz. Jeden Tag dieselbe Routine, auch wenn Calls und Termine drücken. Zweitens: Reaktionszeit. Schlüssel, Schuhe und eine bequeme Hose liegen griffbereit, Tag und Nacht. Drittens: Welpe nie aus den Augen lassen. Wer in den ersten Wochen unbeobachtete Minuten in der Wohnung zulässt, sammelt versteckte Malheure, die das Training nach hinten werfen.

Warum dein Welpe noch nicht stubenrein sein kann, auch wenn er will

Stubenreinheit ist kein Charaktertest. Sie ist ein körperlicher Reifeprozess. Welpen entwickeln die Kontrolle über den Schließmuskel ihrer Blase erst zwischen der 14. und 16. Lebenswoche. Vorher spüren sie zwar, dass etwas kommt. Sie können es aber nicht zurückhalten. Das ist kein Ungehorsam, das ist Anatomie.

Was schon vorher funktioniert, ist die Prägung. Welpen lernen bei ihrer Mutter, die Wurfkiste nicht zu beschmutzen. Sie krabbeln raus, bevor sie sich lösen. Genau dieses Verhalten setzt du fort. Du machst ihm klar, dass die ganze Wohnung jetzt sein Schlafplatz ist. Und dass „raus“ der richtige Ort fürs Geschäft ist.

Daraus folgt eine Wahrheit, die viele Halter erst nach Wochen verstehen: Stubenreinheit ist zuerst dein Job, nicht seiner. In den ersten Wochen bist du derjenige, der den Welpen ständig im Blick hat, die Signale liest und ihn rechtzeitig nach draußen bringt. Sobald die Blasenkontrolle reift, übernimmt er. Dann ist alles, was du vorher etabliert hast, plötzlich nutzbar.

Wie lange dauert es wirklich, bis ein Welpe stubenrein ist?

Die ehrliche Antwort: meist vier bis sechs Monate, in Ausnahmen bis zu einem Jahr. Spanne ist groß, weil so vieles reinspielt: Rasse, Größe, Charakter, Vorgeschichte beim Züchter, dein Tagesrhythmus, die Konsequenz im Training und sogar das Wetter.

Kleine Hunde brauchen tendenziell länger. Ihre Blasen sind winzig. Der Druck baut sich schneller auf, sie müssen körperlich häufiger raus. Ein Chihuahua-Welpe ist nicht dümmer als ein Labrador-Welpe. Er hat nur weniger Volumen.

Hunde aus dem Tierschutz oder aus schlechter Aufzucht brauchen ebenfalls länger. Wenn ein Welpe acht Wochen lang gelernt hat, dass es normal ist, in den eigenen Schlafplatz zu pinkeln, muss er das erst wieder verlernen. Das geht. Es dauert nur länger als bei einem Welpen aus geordneter Aufzucht.

Ab der 16. Woche darfst du erwarten, dass es spürbar besser wird. Wenn dein Welpe mit fünf Monaten noch täglich mehrere Unfälle hat, schau zuerst auf das Training, dann auf die Routine, dann zum Tierarzt. In der Reihenfolge.

Wie oft muss ein Welpe wirklich raus?

Die Antwort hängt am Alter und an dem, was direkt vorher passiert ist. Eine grobe Orientierung, an die du dich in den ersten Wochen halten kannst: Zwischen der achten und zwölften Lebenswoche sollte dein Welpe tagsüber alle anderthalb bis zwei Stunden die Möglichkeit bekommen, sich zu lösen. Zwischen dem dritten und vierten Monat sind es etwa drei Stunden, ab dem fünften Monat oft schon vier.

Diese Intervalle gelten on top. Egal wie kurz die letzte Runde her ist, du gehst noch einmal raus, sobald einer der vier großen Auslöser eintritt: dein Welpe ist aufgewacht, er hat gefressen, er hat getrunken oder er hat ausgiebig gespielt. Diese vier Situationen sind die zuverlässigsten Pipi-Garanten in den ersten Wochen. Wer sie ernst nimmt, halbiert die Anzahl der Unfälle in der Wohnung.

Übrigens: Der Klassiker „er hat doch eben erst gepinkelt“ ist falsch gedacht. Welpen können kurz nach dem Aufwachen oder direkt nach dem Fressen ein zweites Mal müssen, weil der Darm dem Beispiel der Blase folgt. Lieber zweimal zu oft raus als einmal zu wenig.

Welpen lesen lernen: die Signale vor dem Pipi

Jeder Welpe sendet vor dem Lösen kleine Hinweise. Die Frage ist nur, ob du sie siehst. Klassisch sind: unruhiges Umherwandern, Schnüffeln am Boden in immer engeren Kreisen, plötzliches Verlassen des Spielmodus, das langsame Verschwinden hinter einem Möbelstück. Manche Welpen drehen sich kurz auf der Stelle, andere starren dich konzentriert an, als wollten sie etwas sagen.

Das Tückische: Diese Signale dauern oft nur Sekunden. Wer auf dem Sofa sitzt und das Handy in der Hand hat, sieht sie nicht. Wer den Welpen in den ersten Wochen ständig im Blickfeld hat, sieht sie fast immer rechtzeitig.

Eine kleine Hilfe ist die räumliche Begrenzung. In den ersten Wochen muss der Welpe nicht durch die ganze Wohnung dürfen. Ein Raum, in dem du dich auch aufhältst, reicht völlig. Manche Halter nutzen Babygitter, um den Bewegungsradius klein zu halten. Das ist keine Strafe. Das ist Beobachtungsmanagement.

Was du nachts tun kannst

Die Nacht ist die anstrengendste Phase. Sie geht vorbei. In den ersten Wochen muss dein Welpe mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens einmal nachts raus. Manche schaffen erstaunlich früh durch, andere brauchen bis zur 12. oder 14. Woche zwei nächtliche Runden. Beides ist normal.

Drei Dinge helfen. Erstens: Wasser etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen sanft reduzieren, aber nicht komplett wegnehmen. Zweitens: eine letzte, ruhige Toilettenrunde direkt vor dem Zubettgehen. Drittens: dein Welpe schläft in deiner Nähe. Im selben Zimmer, in seiner Box oder seinem Körbchen. So merkst du sofort, wenn er unruhig wird oder fiept.

Eine Hundebox ist nachts oft Gold wert, wenn der Welpe sie als Schutzraum kennt und freiwillig hineingeht. Welpen meiden ihren eigenen Schlafplatz als Toilette. Eine angemessen große Box verstärkt diesen natürlichen Reflex und gibt dir die Sicherheit, dass nicht heimlich in die Küche gepinkelt wird, während du schläfst. Wichtig ist die richtige Größe, ein behutsames Heranführen und nie als Bestrafung nutzen.

Lege dir Schlüssel, Schuhe und eine bequeme Hose bereit, bevor du ins Bett gehst. Wenn der Welpe nachts meldet, zählt jede Sekunde. Wer erst noch zehn Minuten sucht, kommt zu spät. Und unterhalte dich nachts nicht mit ihm. Raus, lösen, leise loben, zurück ins Bett. Kein Spielen, kein Schmusen. Sonst lernt er, dass die Nacht Unterhaltung bringt.

Wenn doch ein Malheur passiert

Es wird passieren. Mehrfach. Bei manchen Welpen vierzig Mal, bei anderen sechs Mal. Egal wie oft, die Reaktion bleibt dieselbe.

Erwischst du ihn mitten im Akt, störst du ihn mit einem kurzen, ruhigen Geräusch. Kein Schreien, kein Hochreißen. Du willst, dass er unterbricht, nicht dass er Angst bekommt. Dann nimmst du ihn ruhig hoch und trägst ihn an seinen Lösplatz. Wenn er dort fertig macht, lobst du leise.

Findest du die Stelle erst nachträglich, machst du eines: sauber. Nichts sonst. Schimpfen jetzt ist sinnlos, weil dein Welpe den Zusammenhang nicht herstellen kann. Er weiß nicht mehr, was er drei Minuten vorher getan hat. Nase ins Geschäft drücken gehört zu den schädlichsten Erziehungsmythen, die sich hartnäckig halten. Es bringt nichts und beschädigt die Beziehung.

Wichtig ist die richtige Reinigung. Hunde riechen Urin und Kot sehr viel länger als wir. Wo es einmal „danach“ gerochen hat, wird auch das zweite und dritte Mal gepinkelt. Normale Allzweckreiniger reichen oft nicht. Enzymreiniger aus dem Fachhandel zersetzen die Geruchsmoleküle wirklich. Wer hier spart, trainiert seinen Welpen aus Versehen auf einen bestimmten Teppich.

Ernährung und Stubenreinheit hängen enger zusammen, als die meisten denken

Was reingeht, kommt auch wieder raus. Wer einen Welpen mit minderwertigem Futter füttert, das viel Getreide, künstliche Zusätze und billige Proteinquellen enthält, bekommt häufig auch große Mengen weichen, übelriechenden Kot. Mehr Volumen, mehr Frequenz, weniger Vorwarnzeit. Stubenreinheitstraining wird dadurch nicht einfacher.

Gutes Welpenfutter ist hochverdaulich, hat einen hohen Fleischanteil und kommt mit wenigen, sinnvollen Zutaten aus. Das Ergebnis sieht man am anderen Ende: kleinere, geformtere Häufchen, seltenere Toilettengänge, planbarere Zeiten. Ein Welpe, der nach dem Fressen verlässlich nach zwanzig Minuten muss, ist deutlich leichter zu lesen als einer, dessen Verdauung Achterbahn fährt.

Ein zweiter Punkt ist die Verträglichkeit. Welpen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt haben öfter Durchfall. Jeder Durchfall bedeutet einen Rückschritt im Training. Wer von Anfang an ein leicht verdauliches, getreidefreies Welpenfutter wählt, beugt einem Teil dieser Probleme vor.

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Pinkelmatten, Zeitungspapier, Hundebox: was bringt was?

Pinkelmatten klingen praktisch und werden in vielen Welpensets mitverkauft. In der Trainerszene sind sie umstritten, aus gutem Grund. Eine Pinkelmatte bringt dem Welpen bei, dass es einen Ort in der Wohnung gibt, an dem er sich lösen darf. Das ist genau das Gegenteil davon, was du eigentlich willst. Wer Pinkelmatten nutzt, verlängert das Training oft um Wochen. Es gibt Ausnahmen, etwa im Hochhaus ohne Aufzug oder wenn der Welpe noch nicht gegen Parvovirose (eine gefährliche Virusinfektion) geimpft ist und nicht auf öffentliche Flächen darf. In allen anderen Fällen: lieber häufiger raus.

Zeitungspapier funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Pinkelmatte und hat dieselben Nachteile. Was früher gemacht wurde, war oft pragmatisch, ist heute aber nicht mehr nötig. Wer von Anfang an konsequent rausgeht, braucht kein Papier auf dem Boden.

Die Hundebox ist das hilfreichste der drei Hilfsmittel, wenn sie richtig eingesetzt wird. Sie nutzt den natürlichen Instinkt, den Schlafplatz nicht zu beschmutzen. In angemessener Größe und positiv verknüpft hilft sie besonders nachts und in Momenten, in denen du den Welpen kurz aus den Augen lassen musst. Falsch eingesetzt, also zu groß, zu lang am Stück und ohne sorgfältige Gewöhnung, kann sie das Gegenteil bewirken.

Häufige Fehler, die das Training in die Länge ziehen

Manche Dinge verlängern das Stubenreinheitstraining ohne Not. Das häufigste Problem ist Inkonsequenz. Wer einen Tag ständig rausgeht und am nächsten den Welpen drei Stunden lang sich selbst überlässt, weil gerade Homeoffice-Calls anstehen, kommt nicht voran. Stubenreinheit braucht in den ersten Wochen viel Aufmerksamkeit, jeden Tag, auch wenn der Job lärmt.

Der zweite große Fehler: zu spätes Rausgehen. Viele Halter warten, bis der Welpe deutlich anzeigt. Bis dahin ist es oft schon passiert. Besser ist proaktiv rausgehen, bevor das Signal kommt: nach jedem Auslöser, ohne Diskussion.

Dritter Fehler: bestrafen. Schimpfen erzeugt nur eines. Einen Welpen, der sich versteckt, wenn er muss. Du findest dann irgendwann hinterm Sofa eine ganze Sammlung. Strafe bringt dir keinen stubenreinen Welpen, sondern einen heimlichen.

Vierter Fehler: zu früh die Routine lockern. Wenn dein Welpe drei Tage ohne Unfall hatte, ist er nicht stubenrein. Er hatte drei gute Tage. Halte die Routine mindestens eine weitere Woche, bevor du Intervalle verlängerst.

Wenn dein Welpe einfach nicht stubenrein wird

Wenn dein Welpe trotz  Training auch jenseits der 16. Lebenswoche regelmäßig in die Wohnung macht, lohnt es sich, systematisch zu prüfen, woran es liegt.

Inkonsequenz im Training

Mit Abstand der häufigste Grund. Sei ehrlich mit dir: Gehst du wirklich immer sofort raus, wenn der Welpe Signale zeigt? Bringst du ihn nach jedem Schlaf und jedem Fressen vor die Tür? Reagierst du nachts, wenn er fiept? Wenn du an einer dieser Stellen Lücken hast, ist die Ursache vermutlich gefunden.

Falscher Untergrund oder unsichere Lage draußen

Manche Welpen lösen sich draußen nicht, weil ihnen der Ort zu laut oder zu unruhig ist. An stark befahrenen Straßen oder zwischen vielen anderen Hunden können unsichere Welpen einfach nicht abschalten. Such ruhigere Orte, gerade in den ersten Wochen.

Vorprägung beim Züchter

Welpen, die beim Züchter Pinkelmatten oder Zeitungspapier gelernt haben, brauchen länger, weil sie etwas verlernen müssen, bevor sie etwas Neues lernen können. Geduld und Konsequenz sind hier umso wichtiger.

Markieren statt Lösen

Manche Welpen, vor allem Rüden, beginnen früh mit kleinen Markierungen in der Wohnung. Das ist kein Stubenreinheitsproblem, sondern ein Erziehungsthema. Wenn der Welpe nur kleine Mengen an bestimmten Stellen platziert, geht es vermutlich um Reviermarkieren und braucht eine andere Antwort als klassisches Stubenreinheitstraining.

Medizinische Ursachen

Häufiges, schmerzhaftes Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall über mehrere Tage oder ein Welpe, der nichts halten kann, gehört zum Tierarzt. Harnwegsinfekte sind bei jungen Hunden nicht selten, ebenso wie Magen-Darm-Infekte oder Parasiten. Wenn die Routine sitzt und der Welpe trotzdem nicht zurechtkommt, ist eine medizinische Abklärung der nächste sinnvolle Schritt.

Erwachsene Hunde nachträglich stubenrein bekommen

Auch ein erwachsener Hund kann noch stubenrein werden. Tierschutzhunde aus dem Ausland, Hunde aus schlechter Haltung, manchmal auch Tierheimhunde haben es schlicht nie richtig gelernt. Bei ihnen funktioniert das Training nach den gleichen Prinzipien wie beim Welpen, nur mit längeren Intervallen und mehr Geduld.

Eine plötzliche Unsauberkeit beim ausgewachsenen, eigentlich stubenreinen Hund ist immer ein Warnsignal. Harnwegsinfekt, beginnende Inkontinenz im Alter, Blasensteine, Nierenprobleme, Stress nach einem Umzug: all das kann dahinterstecken. Der erste Weg ist der zum Tierarzt, nicht zum Hundetrainer.

Häufige Fragen zur Stubenreinheit von Welpen

Wie lange dauert es, bis der Welpe stubenrein ist?

Die meisten Welpen sind mit vier bis sechs Monaten weitgehend stubenrein, einzelne Hunde brauchen bis zu einem Jahr. Vor der 14. bis 16. Lebenswoche fehlt die körperliche Blasenkontrolle, deshalb sind kleine Unfälle vorher völlig normal. Entscheidend ist nicht das genaue Alter, sondern eine konsequente Routine ab Tag eins.

Wie oft muss ein 12 Wochen alter Welpe nachts raus?

Mit etwa 12 Wochen schaffen viele Welpen schon vier bis fünf Stunden Schlaf am Stück. Eine nächtliche Toilettenrunde ist in dieser Phase aber noch oft nötig, manche Welpen brauchen sogar zwei. Hilfreich ist, das Wasser etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen sanft zu reduzieren und vor dem Zubettgehen noch eine letzte, ruhige Runde zu drehen. In deiner Nähe schlafen lassen, damit du Unruhe sofort mitbekommst.

Wie bekomme ich einen Welpen am schnellsten stubenrein?

Drei Hebel beschleunigen das Training wirklich: erstens proaktiv rausgehen, nicht erst auf Signale warten, sondern nach jedem Schlafen, Fressen, Trinken und Spielen sofort vor die Tür. Zweitens den Welpen in den ersten Wochen ständig im Blick haben und Räume notfalls mit Gittern begrenzen. Drittens ruhig bleiben, niemals schimpfen, jedes Lösen am richtigen Ort leise loben. Wer das diszipliniert durchhält, kürzt das Training um Wochen ab.

Wie wird ein Welpe stubenrein nach Martin Rütter?

Martin Rütter empfiehlt einen Ansatz, der dem hier beschriebenen sehr nahekommt: aufmerksam beobachten, regelmäßig und proaktiv nach draußen gehen, das Lösen am richtigen Ort positiv verstärken und auf Strafe komplett verzichten. Sein Stil betont die Verantwortung des Halters, den Welpen zu lesen, statt den Welpen für die eigenen Versäumnisse zu bestrafen. Im Kern sind sich die seriösen Trainer in Deutschland bei diesem Thema einig.

Stubenreinheit ist kein Drama. Sie ist eine Phase, die mit klarer Routine, gutem Auge und einem entspannten Magen-Darm-Trakt deines Welpen in den meisten Fällen nach ein paar Monaten erledigt ist. Mach dir keinen Stress, wenn es länger dauert. Mach dir Stress, wenn du innerlich kurz davor bist, dein Tier anzubrüllen. Das wäre der Moment, kurz tief durchzuatmen, dir einen Kaffee zu machen und nochmal zwanzig Minuten früher rauszugehen.

Autor Kathrin Trusic
Kathrin Trušnic

Hundeernährungsexpertin

Kathrin Trušnic ist zertifizierte Hundeernährungsberaterin und leitet bei Irish Pure die individuelle Ernährungsberatung. Mit über zehn Jahren Praxis erstellt sie wissenschaftlich fundierte Futterpläne nach den offiziellen europäischen Ernährungsleitlinien für Heimtiere (FEDIAF) – vom sensiblen Welpen bis zum Senior. Wenn du mehr über Kathrin erfahren möchtest, oder eine individuelle und kostenlose Ernährungsberatung erhalten willst, klicke hier.

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